Aber ist es dann nicht einfach ein schlechter Balancing Wert? (Und ja, auch hier wieder kann man das grundlegende Problem darauf zurückführen, dass der DB zu schlecht bewertet ist, sonst hätte man das Problem nicht.
Es sei denn du meinst jetzt Absurditäten wie 100 Alte vs 1 Wolf, da muss man den Alten halt obv. Anders bewerten, wenb kaum/keine Dorfsonderrollen im Setting sind (ähnlich wie bei einigen anderen Rollen).
Ob der Wert gut oder schlecht ist in dem Fall erstmal gar nicht relevant. Es geht um die grundsätzliche Problematik, dass die Punktzahl nicht losgelöst vom sonstigen Setting betrachtet werden kann, weil ein singulärer Wert das nicht leisten kann. Der Alte soll das nur verdeutlichen, weil er ein Extremfall ist.
Ich weiß halt nicht, wie das System sinnvoll funktionieren soll, wenn Vergleiche einfach falsch sind. Wenn ich in meinem Setting 2 Illuminati durch Seher + Tratsche ersetze und das System zeigt mir in beiden Fällen an, dass es balanced ist, ist das System halt einfach falsch.
...oder die konkreten Werte sind nicht gut. Bei den Illuminaten scheint es ja bereits einen Konsens zur Änderung zu geben, wonach diese nur die Hälfte wert wären, insofern verstehe ich nicht was der Vergleich über das System als solches sagt. Grundsätzlich wäre das aber ein Vergleich, den ich persönlich auch legitim fände, weil das Rollen sind, die tatsächlich sehr ähnliche Funktionen erfüllen. Werte korrigieren kann man ja eh immer.
Ich finde das halt so "Ja wir können es eh nicht perfekt machen, also brauchen wir es auch gar nicht erst zu verbessern". Das ist jetzt jedenfalls nicht meine Herangehensweise.
Das soll hoffentlich nicht der takeaway sein. Gegen einzelne Anpassungen spricht sowieso nichts. Bei einer Komplettüberarbeitung bin ich insofern skeptisch, als dass ich auf Basis der bisher gebrachten Vergleiche noch nicht den grundsätzlichen Handlungsbedarf gesehen habe, da für mich diese Grenzfälle ehrlich gesagt nicht weiter relevant sind. Anders formuliert: Brauche ich ein Punktesystem um ein Setting nur aus Wölfen und Dorfis zu erstellen? Das ist für mich der Inbegriff von mit Kanonen auf Spatzen schießen. Und wenn ich als SL die Faustregel anwende, wonach die Bösen 1/3 bis 1/4 der Spielerliste stellen sollten, komme ich gar nicht auf die Idee im Verhältnis 6:1 zu spielen. Den Vergleich mit vier Dorfis gegen eine Kräuterhexe finde ich ähnlich hilfreich, weil ich in der Praxis nie überlege ob ich eine Rolle mit mehreren anderen ersetzen könnte. Ich beginne mit einer gegebenen Spielergröße und jede Überlegung findet zwischen einer gleichen Zahl Rollen statt. Eine für mich hilfreiche Betrachtung wäre "Welche Rolle muss ich für X einfügen um aus 3 Dorfbewohnern einen Wolf, eine Kräuterhexe und X zu machen und fühlt sich das im Hinblick auf den Punktewert richtig an?" Und auch diese Überlegung setzt mindestens die Skizze eines (generellen) Settings voraus, da ich den Wert der Rollen sonst gar nicht vernünftig bemessen kann.
Die Idee war doch einfach nur, die Zahlen realistischer zu machen. Wenn dann als Gegenargument kommt, dass die Zahlen ja eh nur so grob gemeint sind und nie 100% genau sein können, verstehe ich das nicht ganz. Oder verstehe ich was falsch?
Nee, Zahlen realistischer machen ist immer gut und dagegen wird auch Schlendi sicher nichts sagen. Es geht mir zumindest nur darum, dass meiner Meinung nach aus den Augen verloren wird, dass das Punktesystem ein Werkzeug ist und jedes Werkzeug seinen Anwendungsfall hat. Ich habe aber ehrlich gesagt das Gefühl mich nur noch wiederholen zu wollen und klinke mich daher auch erstmal aus.