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Der Mond war ein Stück weitergezogen, kälter nun, ernster.
Kein Wispern mehr, kein Ringen um Argumente – nur noch das Echo der letzten Stimmen, die durch die Lichtung gehallt waren.
Die Deadline ist abgelaufen.
Fell, Federn, Schuppen und Panzer verharrten in gespannter Stille, während das Ergebnis verlesen wurde. Fünf Stimmen sammelte das Bennet-Känguru – getragen vom Koboldmaki, vom Hauspferd, vom Kleinen Roten Panda, von der Europäischen Sumpfschildkröte und vom Südamerikanischen Nasenbär. Ein Bündnis aus Wachsamkeit, Kraft und Bedacht hatte es an die Spitze gehoben.
Dicht dahinter der Sekretär mit vier Stimmen – unterstützt vom Leopard, vom Löwen, vom Wüstenfuchs und vom Nasenaffen. Scharfäugig, aufrecht, beinahe königlich selbst ohne Krone.
Der Moschusochse erhielt zwei Stimmen – seine eigene und die des Dugongs – standhaft wie ein Fels in rauer Brandung.
Der Dugong wiederum wurde vom Schabrackentapir erwählt, während der Koboldmaki die Unterstützung des Napoleon-Lippfischs trug.
Der Napoleon-Lippfisch selbst stand nicht allein – der Dornteufel hatte sich für ihn entschieden.
Der Löwe bekam die Stimme des Sekretärs.
Und der Wüstenfuchs – flüchtig wie ein Schatten – wurde vom Koala gewählt.
Doch Zahlen lügen nicht.
Mit fünf Stimmen und damit der klaren Führung wird das Bennet-Känguru zum Haupt der Tiere ernannt.
Ein leises Raunen ging durch die Reihen. Manche nickten zustimmend. Manche schwiegen. Und manche beobachteten nur – zu lange, zu aufmerksam.
Die Krone ist vergeben.
Die Verantwortung verteilt.
Doch während das neu gewählte Oberhaupt seinen Platz einnimmt, wird eines allen bewusst:
Die Wahl war erst der Anfang.
Denn irgendwo zwischen den Stämmen, zwischen Wasser und Felsen, zwischen Vertrauen und Zweifel, hebt bereits etwas den Kopf.
Die erste Nacht beginnt. 🌑
Aufgrund technischer Unstimmigkeiten konnte ich leider nicht posten. Schade. Deswegen bekommt ihr 15 Minuten mehr für die Aktionen