Nach meiner Flucht aus Heviar hatte mich die Bahn der Gnome in eine Ortschaft namens Jenwacht gebracht.
Ich verweilte dort für wenige Tage und versuchte mich etwas zu erholen. Ich spürte noch die Folgen der Krankheit.
Eigentlich hätte ich zu dem Zeitpunkt schon in Deastrom sein müssen, denn die königl. Gesellschaft für Geschichte tagte.
Doch das war für mich leider nicht möglich. Trotzdem musste ich nach Deastrom, denn ich musste Bericht erstatten.
In Jenwacht herrschte große Unruhe, abgesehen davon, dass sowieso nicht mehr so viele Bewohner hier waren.
Etliche von ihnen waren zum Militärdienst eingezogen worden. Ich nächtigte im Wirtshaus. Doch dort war kaum jemand.
Die Leute waren zu beunruhigt von den Ereignissen in Forwacht, Heviar und an dem nahegelegenen Staudamm.
Gerade der Untergang von Heviar beunruhigte viele. Die Festung hatte als uneinnehmbar gegolten und es kam so plötzlich.
Eigentlich wäre der direkte Weg nach Deastrom entlang oder auf der Lenne gewesen. Doch das traute ich mich nicht.
Es waren neben den Aktivitäten der Rebellen auch noch Aktivitäten von Räubern in der Gegend der Nebelbrücke gemeldet.
Doch bei meinem Umweg hatte ich Glück und traf auf eine Militärdivision, die gerade auf dem Weg nach Deastrom war.
Es waren nicht viele und sie machten scheinbar Gefangenentransporte. Aber kein Räuber würde rund zwei Dutzend Soldaten angreifen.
So reiste ich eine gute Woche überwiegend friedlich. Ich nutzte die Zeit, um mich mit den Soldaten besser zu unterhalten.
Alle von ihnen waren aus dem Nordwesten. Doch sie waren aus ganz unterschiedlichen Gebieten.
Ein paar von ihnen kamen mir bekannt vor. Doch das war gar nicht so einfach, denn die Soldatinnen nutzten Tarnnamen.
Nicht alle von ihnen waren freiwillig zu der Armee gekommen. Doch alle wirkten pflichtbewusst und konzentriert.
Nördlich von Deastrom liegt der lodernden Wald. Es ist ein sehr großer Wald und es ist eine unglaublich schöne Gegend.
Der Wald hat seinen Namen daher, dass dort ganz ungewöhnliche Baumarten und Büsche wachsen.
Gerade war es Sommer. Doch der Wald sah aus, wie im Spätherbst. Viele Bäume trugen rote oder gelbe Blätter, ganzjährig.
Die Luft war klar und rein. Es würde nicht mehr lange dauern bis wir wieder in der Hauptstadt waren. Ich freute mich darauf.