Lynch 5 / Spielende
Während des Tages bemerkte ich, wie sich Bürgermeister Sky entschuldigte und in Richtung des Rathauses verschwand. Ich beschloss ihm zu folgen. Hinter der großen Doppeltüre des Rathauses lag eine Empfangshalle, die Wände geschmückt mit Kerzenhaltern und Wandteppichen. Sky strebte eine etwas abgelegenere Türe in der hinteren Ecke der Halle an. Als ich ihm folgte fiel mein Blick nach links und ich erstarrte. Über einem kleinen Tischchen mit Blumen hing, ähnlich wie in unserem Haus, ein Spiegel. Es war das erste mal, dass ich mein Gesicht sah. Ich war total blass und mein Gesicht zierte eine Narbe. Ich taste auf die Stelle, doch ich fühlte absolut nichts. Ich erschrak als ich meinte zu sehen wie mein Spiegelbild mir schwach zu lächelte und taumelte nach hinten. Mit dem Hintern auf dem kalten Boden faste ich mich wieder: Ich wollte Sky folgen. Schnellen Schrittes begab ich mich zur Türe, durch die Sky geschritten war. Sie stand leicht offen und so quetschte ich mich durch den Spalt. Drinnen stützte Sky sich gerade auf über einige Notizen, die auf einem Tisch lagen. Der Raum war klein und an einer Wand hing eine Pinnwand, bestückt mit vielen Zetteln, welche wiederrum mit Fäden verbunden waren. Ich erkannte einige Fotos von Dorfbewohnern wieder. "Der Plan ist fast beendet, ich muss es nur noch schaffen, dass....", hörte ich ihn vor sich hin murmeln. Was für ein Plan? Sky stellte sich aufrecht hin und lud seine Waffe nach. Schnell flüchtete ich - wieder einmal - hinter die Türe, scheinbar gerade rechtzeitig, denn Sky drehte sich um und verlies den Raum wieder. Als ich dachte die Luft ist rein verlies auch ich das Rathaus wieder.
Die anderen Bewohner warfen sich gegenseitig finstere Blicke zu, als Sky zu ihnen trat und fragte: "Und, habt ihr euch geeinigt?" "Diese Idioten sind der Meinung ich wäre ein Wolf!", antwortete eine Frau. "Na dann glaub ich ihnen auch.", sagte Sky. "Bitte was?!?", entgegnete die Frau daraufhin schockiert. "Haltet sie fest!", befahl er mit fester Stimme. Die anderen packten die Frau daraufhin, welche versuchte sich zu wehren, jedoch scheiterte. Sky zog die Waffe aus seiner Tasche und richtete sie auf die Frau. Ein Schuss, zwei Schuss... nein drei Schüsse ertönten und die restlichen Dorfbewohner kippten der Reihe nach um. Fassungslos starrte ich auf Bürgermeister Sky, aus dessen erhobener Waffe noch eine kleine Rauchschwade aufstieg und auf dessen Lippen ein zufriedenes Lächeln lag. "Das wäre erledigt, endlich wieder Ruhe.", sagte er und blickte auf. Unsere Blicke trafen sich, sein Lächeln schwand, während sich seine Augen goldbraun färbten. Das war der Moment, indem ich mich erinnerte.....
"geh nicht alleine in den Wald, Ane!", hatte meine Mutter mir immer gesagt. "ja, Mama", antwortete ich jedesmal wieder aufs neue, in einem leicht genervten Tonfall. Doch so gut es meine Mutter auch mit mir meinte, ich konnte nicht anders. Diese Stimmen, die ich höre, lassen mich einfach nicht los, ich muss in den Wald. In der Nacht stand ich auf, ging aus dem Haus Richtung Wald, ich folgte den Rufen. Nach einigen Metern verstummten die Stimmen, bedeutet das ich war richtig? Ich blickte in den Himmel, wo der Mond von einigen Wolken verdeckt war. plötzlich erklang ein heulen und alles andere im Wald verstummte. Ich musste hier weg! Augenblicklich rannte ich in die Richtung, aus der ich dachte gekommen zu sein. In meinem Rücken erklangen Pfoten, die auf dem Waldboden aufschlugen. Ich wurde gejagt. Ich rannte so schnell ich konnte, doch schon bald stolperte ich über eine Baumwurzel, mitten auf eine kleine Lichtung. Ich sah mein Leben an mir vorbeiziehen, als ein Wolf auf mich zusprang, doch ich konnte mich im letzten Moment zur Seite rollen. Sein Blick fiel zur Seite und er knurrte mich zähne fletschend an. Ich versuchte mich aufzurappeln, doch der Wolf war schneller und im nächsten Moment packte er mein Bein, was mich vor Schmerzen aufschrien lies. Meine einzige Hoffnung war, das es jemand aus dem Dorf hören konnte. Der Wolf ziehte mich unter sich und das letzte was ich sehen konnte waren die goldbraunen Augen, bevor alles schwarz wurde.....
Die Augen! Es waren die von Sky gewesen, die mich gerade angestarrt hatten. Ich begriff zu realisieren, Ich.... ich...war tot. Ich konnte es selbst nicht fassen, aber es erklärte einiges. Der Geruch von Blut auf der Lichtung, meine Blässe, die Narbe, das niemand mich beachtete, die Kälte. Als ich dies realisierte begann die Welt nach und nach zu verblassen, bis sie schlussendlich komplett weiß war. Ich drehte mich um und hinter mir standen alle, die mir lieb waren......
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Der Zufall entscheidet: Ihr lyncht Dorfbewohner Elena Rossi
Werwolf Sky frisst entweder Rabe Zulixe oder Dorfbewohner Apollo und gewinnt das 1 vs 1 am Tag
Wolfssieg!