Ich erinnere hier noch ein letztes Mal daran, dass ich heute noch Vorschläge für Systeme oder Set-Ideen entgegen nehme.
Außerdem würde ich die Gelegenheit nutzen, einmal vorab die Vorschläge vorzustellen, die bisher bei mir eingegangen sind. Falls sich jemand schlecht dargestellt fühlt oder es zu einer Idee konkrete Fragen gibt, kann man das dann vielleicht noch vor der effektiven Umfrage klären. 
Prinzipiell sieht es so aus, dass ich die Vorschläge für die Übersichtlichkeit auf zwei Umfragen aufteilen werde. Was am Ende umgesetzt wird, hängt zum Einen von der Zustimmung ab, aber auch von der Kompatibilität des Ganzen. Ich werde versuchen, das Ergebnis am Ende so gut wie möglich zu präsentieren, will das aber schonmal im Vorfeld anmerken.
Vorgeschlagene Systeme:
Das horizontal/vertikale System
Wir teilen alle Rollen in 4 (muss nicht 4 sein, halte ich aber für eine gute Zahl) Sets auf. Eines dieser Sets ist unser Grundset, bzw. unser Grundspiel. Da sind so profane Rollen wie beispielsweise Dorfbewohner, Werwolf oder Serienmörder Jäger drin. So der Kram den man eigentlich immer braucht. Die übrigen 3 Sets bestehen aus einer Kollektion der restlichen Rollen, wobei jedes Set einen etwa gleich großen Anteil der "Müllrollen" aka. erweitertes Set beheimatet.
Und jetzt kommt der interessante Teil: Anstatt Kombinationen aus den Sets zu benutzen rotieren wir sie durch. Das heißt alle X Monate setzt sich der Pool aus aktiven Rollen aus dem Grundspiel + einem der drei Sets zusammen. Die übrigen Rollen sind "inaktiv", d.h. sie kommen in einem normalen Spiel nicht vor.
Ankündigungspflicht würde ich in diesem System prinzipiell entfernen.
Ausführlichere Beschreibung mit Vor- und Nachteilen siehe: Überarbeitung der Sets
Das Hearthstone-System
Dieses System basiert auf dem “Season“ System, dass viele Spiele oder Sammelkartenspiele verwenden, um ein spielbares Set an Karten / Rollen zu haben, obwohl immer neue dazukommen.
Die Grundidee: Neben einem Core-Set (wirklich nur die Basis, definitiv deutlich weniger als unser Grundset), produziert jede „Erweiterung“ neue Rollen, die verfügbar werden. Wenn die 3. Erweiterung kommt, fallen jedoch die Rollen aus der 1. Erweiterung „aus der Rotation“ und sind somit im Standardmodus nicht mehr verfügbar. Wer trotzdem mit allen Rollen spielen will, kann den „Wild“ Modus verwenden. Eine Rolle ist dabei nur in einem Set gleichzeitig.
Beispiel (willkürliche Zeitabstände):
Monat 1: Core + Set A + Set B
Monat 2: Core + Set C + Set D
Monat 3: Core + Set D + Set E
Völlig offen ist dabei, die oft rotiert wird und wie viele „Sets“ gleichzeitig aktiv bleiben (im Beispiel zwei). Auch offen, ob Gegenstände und Events teil der Sets sind oder extra dazu geschaltet werden können.
Ziel / Was macht es gut: Stetig neue Kombinationen an Rollen zu produzieren, gleichzeitig jedoch nie zu viele ermöglichen. Außerdem erlaubt es sehr ähnliche Rollen zu haben (z.B. Todesengel und Schmied), denn sie sind möglicherweise nicht gleichzeitig verfügbar.
Beispiel, wo das schon erfolgreich verwendet wurde: Spiele wie Hearthstone oder Magic
//Anmerkung: Diese ersten beiden System-Vorschläge folgen einem ähnlichen Muster. Der größte Unterschied dürfte die geplante Größe des "Grundsets" bzw. "Core" sein.
Das Thematische Set System
Dieses System orientiert sich an klassischen Systemen wie Matrix, Mafia oder erfolgreichen Tournier Versionen von Spielen. Es bietet dabei eine Auswahl an Sets, die aufgrund eines Thema zusammengestellt wurden. Ein Thema ist NICHT eine Art von Rolle (z.B. Sehend), da man sonst mehrere Sets benötigen würde, um ein Setting zu bauen. Ein Thema muss so geschaltet sein, dass ein Set genügt, um spannende Settings zu kreieren. Beispiele könnten sein „Klassische RL-Rollen“, „Spiel ohne bösen Überraschungen“, „Spiel der weiteren Parteien“.
Die Namen der Sets sind dabei so gewählt, dass man direkt weiß, worauf der Fokus gelegt wird, daher wird eher davon abgeraten Sets zu kombinieren, auch wenn freie Ankündigungen natürlich weiterhin möglich bleiben.
Sets werden zu Beginn zur Interesse festgelegt, es können jedoch weitere entstehen. Entscheiden ist natürlich, dass eine Rolle potenziell in jedem Set sein könnte, daher können Sets ganz nach Wunsch gebaut werden.
Ziel / Was macht es gut: Es erlaubt einfach unterschiedliche Spielweisen. Spieler, die häufig spielen, werden Sets wiedererkennen für Anfänger ergeben sich jedoch auch vereinfachte Möglichkeiten.
Beispiel, wo das schon erfolgreich verwendet wurde: Jeder RL Verlag bestimmt durch die Karten, die er druckt, ein solches Set. // Mafia Universe verwendet solche Auswahlen z.B. in der Meisterschaft
Teilweise Offenes System
Dieses System ist so einfach und offensichtlich, dass es auf der Hand liegt. Es gibt keine Sets, keine Diskussion, nichts. Ein SL muss zu Spielbeginn einen Rollenpool wählen, den er verwendet. Er sollte dabei nicht (kann aber) alle Rollen (und Gegenstände) verwenden, um die Komplexität gerade für Anfänger, die ja ständig dazu stoßen, zu reduzieren. Jedes Spiel ist somit anders und SLs setzen Ihre persönlichen Akzente. Rollentester und das Wiki geben dafür nur den Rahmen vor.
Ziel / Was macht es gut: Es ist extrem einfach und das flexibelste Setting überhaupt. Jeder kann Spielen, wie er will. Dadurch, dass SLs angehalten sind, sich einzuschränken, erhalten Spiele einen Fokus, auch wenn dies kein Muss ist.
Beispiel, wo das schon erfolgreich verwendet wurde: RL Runden, in denen meist die vorkommenden Rollen zu Beginn geklärt werden. // Online Versionen von Spielen wie Secret H., in denen es nur eine beschränkte, aber entscheidende Auswahl an Rollen gibt.
Das anpassende System
Für dieses System muss bestimmt werden, ob es Eigenschaften an Rollen/Gegenständen gibt, die eine größere Gruppe stören / das Spiel erschweren. Diese werden dann aufgrund Ihrer Eigenschaft je in ein Set zusammengefasst. Der Standard in einem Spiel ist dann, dass alle Rollen/Effekte vorkommen können, der SL jedoch beliebige Sets nennen kann, deren Effekt er für die Spieler generell ausschließt.
Wichtig ist dabei, dass die Sets charakteristischen Namen haben, sodass man sich den Inhalt sofort erschließen kann (z.B. Scanfälscher), ohne im Wiki nachzuschauen. Dies erlaubt einfache individuelle Anpassungen an das Spiel, ohne eine Ankündigungspflicht.
Entscheidend ist die Tatsache, dass für SLs im Template bereits alles so vorgeschrieben ist, ein Spiel mit ALLEN Effekten zu spielen. Nur wenn man Änderungen machen will, hat man also einen Aufwand. Spieler können diese Information natürlich ignorieren. Wahlweise kann man festlegen, dass aufgrund von Outing diese Infos nicht öffentlich diskutiert werden sollten.
Ziel / Was macht es gut: Erlaubt sehr einfach die aktuellen Probleme „nach Wunsch“ auszuschalten. Reduziert bei Bedarf den Pool erheblich. Bonus: Das Wiki könnte einen passenden Link je Auswahl erzeugen, sodass alle möglichen Rollen eingesehen werden könne. Gleichzeitig beeinflusst bei Bedarf diese Einschränkung nicht das allg. Spiel.
Beispiel, wo das schon erfolgreich verwendet wurde: Brettspiele, die Erweiterungen mit Modulen haben. Dort kann man dann zu Beginn festlegen, dass ohne bzw. mit diese gespielt wird.
Das ineinander verschachtelte System
Das System besteht aus mehreren Sets die jeweils aufeinander aufbauen. Set A ist ein Teil von Set B. Set B ist ein Teil von Set C.
Spielt man mit Set C, so wird automatisch auch mit Set B und Set A gespielt.
Dabei enthält Set A die wichtigsten Grundrollen, Set B Rollen mit denen häufiger gespielt wird und Set C eher seltene Rollen, denen manche Spieler vielleicht auch öfter mal aus dem Weg gehen möchten. Das aktuelle System entspricht diesem Vorschlag.
Kein System / völlig offenes System:
Alle Rollen befinden sich in einer einzigen großen Übersicht. Es gibt keine Sets.
Vereinfachte Übersicht / Individuelle Sets:
Spielleiter können im Wiki alle Rollen anklicken, die sie zur Auswahl stellen wollen - jeder erstellt damit in jedem Spiel quasi sein ganz eigenes Set. Die Rollen werden automatisch übersichtlich auf einer Seite dargestellt und über einen eigenen Link können die Spieler direkt zu dieser Rollenübersicht gelangen und so jeweils sehen, was in dem aktuellen Spiel vorkommen kann. [Die technische Umsetzung dieses Vorschlags ist ungewiss, aber das soll euch erstmal nicht davon abhalten abzustimmen. Falls es hier eine Mehrheit gibt, kann man sich damit näher auseinander setzen und schlimmstenfalls ist es dann halt nix]
//Anmerkung allgemein: Spielleiter haben und hatten schon immer das Recht, einzelne Rollen auszuschließen, extra anzukündigen oder sich sonst etwas für diese Problematik auszudenken. Dieses Recht bleibt unangetastet, egal welches System sich am Ende durchsetzt.
Trotzdem ist ein System natürlich nur dann sinnvoll, wenn es auch in den meisten Spielen zum Einsatz kommt.
Neue Ideen sollten dabei nicht abschrecken, egal was am Ende raus kommt - wir reden im Anschluss noch über Details.
Vorgeschlagene Sets:
//Anmerkung vorweg: Nicht jedes Set ist mit jedem System kombinierbar. Die Wahl des Systems legt fest, welche Sets überhaupt in Frage kommen. Weitere Vorschläge, genaue Inhalte und eine ausführlichere Besprechung folgt, wenn wir (durch diese Umfrage) erfahren haben, an welchem System und welchen Sets es überhaupt größeres Interesse gibt.
Slow-Set:
Dieses Set konzentriert sich auf Dorf- und Wolfrollen (bzw. Rollen allgemein) die das Spiel verlängern. Das heißt es geht vor allem um einen starken Fokus auf Heilrollen und die Vermeidung von zusätzlichen Kills.
RL-Rollen:
Dieses Set hat einen starken Fokus auf die Rollen, die die meisten Spieler bereits aus dem RL kennen sollten.
Vereinfachte Dynamik:
Ein Set das Interaktionen möglichst einfach hält, indem es zum Beispiel auf Drittparteien, Scan-verfälschende Rollen oder Rollen die zweimal hintereinander einen Fraß überleben würden etc. verzichtet.
//Anmerkung: Bis hierher haben wir Sets, die jeweils für sich stehen können, das heißt sie enthalten voraussichtlich alle zB Werwolf und Dorfbewohner.
Gegenstande:
Dieses Set enthält alle Gegenstände und modularen Ergänzungen zu Rollen. Es muss zusätzlich genannt werden, wenn Gegenstände in einem Spiel vorkommen können. Statt dem ganzen Set können (wie immer schon) auch einzelne Gegenstände angekündigt werden.
Events:
Dieses Set enthält alle Events. Es muss zusätzlich genannt werden, wenn Events in einem Spiel vorkommen können. Dieses Set würde damit die aktuellen "Event-Spiele" ablösen und Events damit besser mit anderen Spieltypen kombinierbar machen.
Keine Sets / Keine genannten Sets:
Die Option für alle, die ihre Stimme sonst nirgendwo unterbringen können. Ob es Sets gibt entscheidet sich eher über das gewünschte System.
Status "Quo":
Wir belassen die Sets genau so wie sie sind, eine weitere Bearbeitung ist nicht nötig.
//Anmerkung allgemein: Bei beiden Umfragen wird Mehrfachauswahl möglich sein. Gewünscht ist, für alles abzustimmen, mit dem man gerne spielen und/oder leiten möchte.
Und ja, die Umfrage gerade zu den Systemen ist sehr umfangreich. Denke aber man kann sich im Laufe einer Woche schon die halbe Stunde Zeit nehmen, wenn einem das Thema wichtig ist.