Es wird Nacht
An der Stelle, an der ich stand, konnte man Merca gut überblicken. Hier war einst der Fluss, die Ilvar verlaufen, bevor er tief nach unten fiel und weiter Richtung Deastrom führte. Der Fluss war längst umgeleitet worden. Viel zu ungünstig war dieser Wasserfall für jede Form von Schifffahrt. Doch mussten die Siedler spätestens hier die Schiffe verlassen haben.
Der Ausblick war berauschend. Merca war eine großartige Stadt. Zu ihrer Entstehungszeit hatte man sich noch keine Sorgen, um irgendwelche Baustrukturen gemacht, sondern die Häuser entstanden relativ ungeordnet. Der Fluss war auf die westliche Seite von Merca umgeleitet worden. Dadurch war für die Altstadt eine Abgrenzung nach zwei Seiten durch den Fluss und nach Norden durch die Felswand, auf der ich jetzt stehe, entstanden. Der Hafen war noch immer dort, wo er früher war, kurz vor der Stelle, wo der Fluss inzwischen eine Biegung nimmt. In der Mitte der Altstadt war ein Marktplatz mit Wirtshaus, Kirche und Rathaus. Gerade schien dort Markt zu sein, wie man den Wägen und bunten Ständen entnehmen konnte. Über den Fluss führten unten insgesamt drei Brücken. Dahinter folgte ein Grünstreifen, den man als Überschwemmungsgebiet brauchte. Inzwischen war Merca jedoch so groß, dass dahinter eine Vielzahl weiterer Häuser stand, bevor dahinter Felder folgten. Den Wald in diese Richtung sah man erst in einiger Entfernung. Eine große Stadtmauer war zwischen der östlichen Seite der Mauer und dem Fluss gebaut worden und zwar so, dass sie den Hafen noch miteinschloss.
Hier oben standen weniger Häuser, da es auch schwierig war hier oben auf dem Fels zu bauen. In den Felsen waren an einigen Stellen Stufen geschlagen worden, die die obere mit der unteren Stadt verbinden. Hier oben lebten viele wohlhabendere Leute. Es gab ein Kloster, dessen Abt sehr anerkannt war, und das auch schon mehrere Jahrhunderte alt war. Und eben eine Bibliothek. Wegen ihr war ich hergekommen. Bislang war noch keiner der Probanten aus der Trance erwacht und zumindest den heutigen Tag über sollte ich die Möglichkeit haben, Nachforschungen anzustellen.
Als ich den Klosterhof betrat kam mir der Priester entgegen. Meine Ankunft war also nicht unbemerkt geblieben. Normalerweise würde sich der Priester unten bei der Kirche aufhalten. „Gut, dass ich dich hier treffe.“ Das war erstaunlich direkt. Normalerweise hätte eine religiöse Floskel das Gespräch begonnen. „Ich muss mit dir sprechen.“ Also folgte ich ihm in die Sakristei.
Beunruhigt saß ich in der Bibliothek über den Schriften und versuchte mich zu konzentrieren. Der Priester hatte mich gesegnet und ich wusste, dass mir daher vorerst keine Gefahr drohte, doch ich hatte nicht erahnt, in welch einer gefährlichen Lage sich unsere Unternehmung befand. Doch zum jetzigen Stand konnte ich sie nicht abbrechen.
Es dauerte eine Weile, bis ich gefunden hatte, was ich suchte. Ich beherrschte die alten Sprachen gut, doch es war kein Vergleich zu den hervorragenden Kenntnissen der Mönche, um mich herum. Schließlich hatte ich mich jedoch an den Abt gewandt und er zeigte mir eine Auflistung aller ehemaligen Amtsträger von Merca. Ich nahm eine Liste der ersten Bürgermeister von Merca. Fein säuberlich im amtlichen Stil war dort eine Reihe von Namen in blauer Tinte gelistet. Doch interessanter war, was ich darüber entdeckte. Scheinbar hatte dort jemand mit einem Kohlestift eine Notiz gemacht: „Ante urbem conditam Lark prima dux erat.“
Lark ist euer HD. Es wird Nacht. Nachtaktionen bitte!
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Stand Tag 1
Lark (7): Fayks, MalloN, MichaelCR97, Mai Mitternacht, Noira, Blacktooth, Ente
Maro (2): Shadow, Xaver
Noira (5): Lark, Alohomora, Torge, LB123, Melody Maxime
Shadow (1): Maro
Xaver (1): Marceldavvis
Verbleibende Zeit: 23:58:38