Spiel 93 | Extremspiel | Jugolas | Elisabeth | Sieg des Liebespaares (+ das Dorf überlebt)

  • Ein Extremspiel von Jugolas


    Elisabeths Leben begann als romantisches Märchen und endete mit einem tragischen Mord. Als junges Mädchen von strahlender Schönheit besteigt sie mit 16 den österreichischen Thron. Statt ihre Schwester Helene, die dafür ausersehen war, wählt Kaiser Franz Joseph sie zur Frau. Ihrer Lebensfreude, Unbeschwertheit und Jungendlichkeit kann er nicht widerstehen. Doch schon bald nach der feierlichen Hochzeit ziehen erste dunkle Schatten auf. Am Wiener Hof herrschen strenge Regeln. Entbehrungen und Machtkämpfe machen der jungen Elisabeth das Leben zur Qual. Ihre strenge Schwiegermutter Erzherzogin Sophie wacht unerbittlich über sie und pocht auf die Einhaltung des starren Protokolls. Gefangen in höfischen Konventionen und einem Rollenbild, das ihr nicht entspricht, kämpft Elisabeth mit aller Kraft um ihre Freiheit und ihr persönliches Glück. Auch ihr Mann, seinen Pflichten unterworfen und der herrschsüchtigen Mutter ausgeliefert, kann ihr dabei nicht zur Seite stehen. Kaum noch hält es sie am Wiener Hof, ihre Zerrissenheit treibt sie von Ort zu Ort. Rastlos reist sie durch Europa, für niemanden erreichbar, weder für ihren Sohn noch ihren Mann. Sie verliert sich in ihrer eigenen Welt, stets begleitet von einer mysteriösen Macht – dem Tod.



    Nach dem Selbstmord ihres Sohnes Rudolf erkennt Elisabeth ihr verfehltes Leben und sehnt nun selbst den Tod herbei. Sie zieht sich nach Korfu zurück, dichtet und schreibt Tagebuch, während in Wien Nationalismus und Völkerhass mehr und mehr die Oberhand gewinnen. Kaiser Franz Joseph kann diese Kräfte nicht mehr steuern und steht auch seinem Nebenbuhler, dem allgewaltigen Tod, hilflos gegenüber.



    Das Attentat des italienischen Anarchisten Luigi Lucheni am Ufer des Genfer Sees führt die "Liebenden" zusammen. Elisabeths Kämpfen und Sehnen endet in einer leidenschaftlichen Umarmung mit dem Tod. Eine Epoche versinkt, eine neue Zeit beginnt.



    Zeiten:


    Beginn: 14.03.2021, gegen 15 Uhr

    Lynchung: 19:30

    Nachtaktionen: 19:50

    Reaktive Rollen: 20:00

    Nachtpost: danach



    Spielattribute:


    Spieltyp: Extremspiel - die Rollen werden eine Geschichte erzählen; das Balancing wird dafür an einigen Stellen zurückstecken müssen

    Lynchtyp: Demokratie (Variante Richter)

    Spielende: Showdown

    Outing: inaktiv

    Stimmzwang: inaktiv

    Lynchzwang: inaktiv

    Postzwang: aktiv, mindestens 2 spielrelevante Posts pro Spieltag

    Fresszwang: inaktiv

    Gegenstände: aktiv



    Besonderheiten:

    • Es herrscht strengstes Outingverbot - auch für die Flavourtexte, Outings dieser Flavourrollen werden ohne jegliche Diskussion mit Waldllauf bestraft.
    • Die Rolle der Elisabeth wird eine Siam-Rolle sein. Alle anderen Rollen sind einfache Rollen.
    • Einzelne Rollen (besonders Drittparteien) können im Rahmen der Story abgewandelte Regeln aufweisen die nicht vorher angekündigt werden. Vampire kommen aber nicht vor.
    • Weitere Besonderheiten können folgen.


    Disclaimer: Einzelne verwendete Textpassagen der Lieder enthalten Begriffe und Motive, die nationalistischen und absolutistischen Strömungen zuzuordnen sind. Diese sind im historischen Kontext rund um die Lebenszeit von Kaiserin Elisabeth I. einzuordnen und werden inhaltlich weder von den Performern, Autoren noch mir selbst unterstützt.


    Teilnehmerliste (11):


    • Sunset | Jason <3 | Sieg in Nacht 1
    • Daro | Werwolf | gelyncht Tag 1
    • MichaelCR97 | HD | Nachtwächter | gefressen Nacht 4
    • Alohomora | Prinzessin/Kräuterhexe <3 | Tod und Sieg in Nacht 1
    • Jewel | HD 2 | Nachtwächter | überlebt
    • Lark | Werwolf | gelyncht Tag 4
    • Shatala | Meuchelmröder | überlebt.
    • Sky | Geisterseher | gefressen Nacht 3
    • LB123 | Rabe | erdolcht Nacht 1
    • Blacktooth | Werwolf | gelyncht Tag 2
    • Xsí | Nachtwächter | gelyncht Tag 3


    Warteliste (4):

    • Doubter
    • Kimberly
    • Kjeks


    Zusammenfassung:

    Spiel 93 | Extremspiel | Jugolas | Elisabeth | Sieg des Liebespaares (+ das Dorf überlebt)

    I never dreamed of success. I worked for it.

    Charlotte Flair

    12 Mal editiert, zuletzt von Jugolas ()

  • Jugolas

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  • ERSTER AKT

    PROLOG


    Die nächtliche Welt der Toten und Träumer - der Friedhof der Vergangenheit. Zerfetzte Fahnen, welke Blumen, bemooste Steine und modernde Erinnerung. Ein Erhängter baumelt an einem Seil - Luigi Lucheni, Elisabeths Attentäter.

    Aus dem Nichts klingt die Stimme des Richters. Lucheni kommt auf die Bühne und schneidet seinen toten Körper vom Seil.


    STIMME DES RICHTERS:

    Aber warum, Lucheni? Warum haben

    Sie die Kaiserin Elisabeth ermordet?


    LUCHENI:

    Alla malora!


    STIMME DES RICHTERS:

    Antworten Sie, Luigi Lucheni!

    Aus dem Bühnenboden taucht die versunkene Welt des alten Habsburgerreiches wieder auf. Zwischen Relikten der Vergangenheit, zunächst nur schemenhaft, das Ensemble (bis auf Elisabeth und den Tod). Es bildet ein Tableau von Gestalten des 19. Jahrhunderts, die sich geisterhaft aus dem Dunkel des Vergessens ins Licht der Erinnerung bewegen.


    LUCHENI:

    Warum, warum... Nacht für Nacht dieselbe Frage,

    seit hundert Jahren! Was soll die Fragerei? Merda.

    Ich bin tot!


    STIMME DES RICHTERS:

    Das gemeine Attentat auf die Kaiserin

    von Österreich...


    LUCHENI:

    Va a farti fottere!


    STIMME DES RICHTERS:

    Nennen Sie endlich die Hintergründe!


    LUCHENI:

    Die Hintergründe? Ich habe sie ermordet, weil sie

    es wollte.


    STIMME DES RICHTERS:

    Reden Sie keinen Unsinn!


    LUCHENI:

    Sie wollte es. Dafür gibt es ehrenwerte Zeugen.


    STIMME DES RICHTERS:

    Was für Zeugen sollen das sein?


    LUCHENI:

    Ihre Zeitgenossen, bitte sehr! Kommen alle nicht

    zur Ruhe... und reden immer noch von... Elisabeth!


    DIE TOTEN:

    Versunken ist die alte Welt; verfault das Fleisch,

    verblaßt der Glanz. Doch wo sich Geist zu Geist gesellt, da

    tanzt man noch den Todestanz...

    Lust, Leid - Wahnsinn, der uns treibt.

    Not, Neid - Pflicht, die uns erdrückt.

    Traum, Tran - alles, was uns bleibt:

    Wunsch, Wahn, der die Welt verrückt...


    SOPHIE & LUDOVIKA:

    Wir haben es gut gemeint mit Sisi.

    Uns trifft keine Schuld!

    Das Kind war so sensibel...

    Wir dachten uns, die trifft es gut,

    doch sie traf es übel.

    Sie hat zuviel verlangt vom Leben.

    Ihr fehlten Demut und Geduld.

    Uns trifft keine Schuld!

    Keine Schuld!


    FRANZ JOSEPH (gleichzeitig):

    Es blieb mir nichts erspart im Leben.

    Es war nicht leicht mit ihr.

    Doch hätt's nicht diese Frau gegeben,

    wär' ich zugrund' gegangen hier.


    RUDOLF ALS KIND (gleichzeitig):

    Allein... So allein...

    Immer allein!


    DIE ANDEREN TOTEN (gleichzeitig):

    Versunken ist die alte Welt; verfault das Fleisch,

    verblaßt der Glanz. Doch wo sich Geist zu Geist gesellt, da

    tanzt man noch den Todestanz...

    Lust, Leid - Wahnsinn, der uns treibt.

    Not, Neid - Pflicht, die uns erdrückt.

    Traum, Tran - alles, was uns bleibt:

    Wunsch, Wahn, der die Welt verrückt...


    MAX:

    Niemand war so scheu wie sie.


    FRANZ JOSEPH:

    Jeder Blick tat ihr weh.


    DIE ANDEREN TOTEN (gleichzeitig):

    Wir dem Tod geweiht...


    SOPHIE & LUDOVIKA:

    Stets hielt sie sich den Fächer ins Gesicht oder ihren Schirm.


    DIE ANDEREN TOTEN (gleichzeitig):

    Schatten am Abgrund der Zeit.


    RUDOLF ALS MANN:

    Sie und ich - wir waren uns so ähnlich.


    MAX:

    Nie gab sie die Freiheit auf.


    RUDOLF ALS MANN (teilweise gleichzeitig):

    Wir hätten uns so gut verstanden.


    RUDOLF ALS KIND:

    Sie ließ mich allein.


    DIE ANDEREN TOTEN (gleichzeitig):

    Verwöhnt! Bedroht!


    FRANZ JOSEPH, RUDOLF, MAX, SOPHIE & LUDOVIKA:

    Ein Schatten lag auf ihrer Seele,

    auf ihrem Leben lag ein Fluch!


    ALLE TOTEN:

    Alle tanzten mit dem Tod -

    doch niemand wie Elisabeth.

    Alle tanzten mit dem Tod -

    doch niemand wie Elisabeth...

    Die Musik bricht ab. Das Thema des Todes erklingt. Die Toten erstarren. Plötzlich steht der Tod mitten unter ihnen. Lucheni bleibt unbeeindruckt. Er spielt den Zermonienmeister.


    LUCHENI:

    Attenzione! Seine Majestät der Tod!

    Der Tod ist jung, attraktiv und erotisch. Er gleicht einem androgynen Popstar und ähnelt dem jungen Heinrich Heine. Auch er denkt an Elisabeth zurück.


    TOD:

    Was hat es zu bedeuten: dies alte Lied.

    Das mir seit jenen Zeiten die Brust durchglüht?

    Engel nennen's Freude, Teufel nennen's Pein,

    Menschen meinen, es muß Liebe sein.

    Mein Auftrag heißt zerstören.

    Ich tu es kalt.

    Ich hol, die mir gehören, jung oder alt.

    Weiß nicht, wie geschehn kann, was es gar nicht gibt -

    Doch es stimmt: Ich habe sie geliebt.


    Rhythmuswechsel. Der Tod löst die Toten durch eine Geste aus ihrer Starre. Augenblicklich beginnen sie mit den eckigen Bewegungen des Totentanzes.

    Nur Lucheni bleibt unbeteiligt. Er blickt wieder über die Zuschauer in die Richtung, aus der die Stimme des Richters kommt. Das Verhör geht weiter.


    STIMME DES RICHTERS:

    Sie weichen aus, Lucheni! Liebe,

    Tod... Erzählen Sie keine Märchen!


    LUCHENI:

    Perche non? Sie liebte Heinrich Heine!


    STIMME DES RICHTERS:

    Zum letzten Mal, Lucheni: Wer waren Ihre Hintermänner?


    LUCHENI:

    Der Tod! Nur der Tod...


    STIMME DES RICHTERS:

    Das Motiv, Lucheni!


    LUCHENI:

    Die Liebe. Un grande amore... Ha, ha, ha...!


    CHOR (außer Lucheni):

    Elisabeth - Elisabeth!


    LUCHENI (gleichzeitig):

    Elisabeth - Elisabeth!



    Das Spiel ist eröffnet. Die HD-Wahl ist morgen. Ich weise noch einmal auf das Outingverbot hin.


    Deadline auf 14.03.21 19:30 gesetzt

    I never dreamed of success. I worked for it.

    Charlotte Flair

  • Hallo zusammen, freue mich schon sehr aufs Spiel ^^


    Heute noch kaum Zeit, aber Mo-Fr schauts vor allem tagsüber sehr gut aus.

    Wichtige Frage: Wer ist Dorfi und möchte HD werden? (Ja, korrekt. Die anderen Dorfis interessieren mich erstmal nicht :P)

  • Hallo Michael, wieso stehst du denn auf der Warteliste? Hast du eine Rolle?

    VOTE:Alohomora zu deiner Frage.

    -----------

    Verbleibende Zeit: 04:51:49

    Ihr nennt mich Menschenfeind,

    Weil ich Gesellschaft meide.

    Ihr irrt euch,

    Ich liebe sie.

    Doch um die Menschen nicht zu hassen,

    Muß ich den Umgang unterlassen.


  • Hallo zusammen,


    erst mal, stehst du nicht auf der WL MichaelCR97 :o schön das du dabei bist :)


    Ich sag mal VOTE:Blacktooth für den Anfang, Alo, Sunny, Michael, Lark, Xsi wären so spontan auch Optionen, die soweit ich weiß auch länger nicht mehr waren, sonst natürlich auch die anderen, prinzipiell sehe ich eigentlich jeden geeignet....


    Ich selbst würde schon, aber ob das so eine gute Idee ist^^

    -----------

    Verbleibende Zeit: 04:49:22

    Ich bin nur verantwortlich für das was ich schreibe, nicht dafür was andere in meine Aussagen interpretieren. :P

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